
In der Kaschmir-Massage legen wir nicht im Voraus fest, wohin eine Begegnung führen darf. Das bedeutet keine Beliebigkeit, sondern es bedeutet Offenheit für alle Möglichkeiten.
Wir beschränken den Augenblick
nicht durch Vorstellungen, Konditionierungen oder Dogmen. Wir entscheiden nicht vorher, was entstehen soll und was nicht entstehen darf. Wir lassen den Raum offen…
Das ist übrigens auch eine wunderbare Art, dem Leben und der Liebe zu begegnen
Und in tiefer Hingabe kann sich sogar die gewohnte Wahrnehmung unserer eigenen Grenzen verändern. Wo endet mein Körper? Wo beginnt deiner? Wo endet die Berührung? Wo beginnt der Raum?
Im alltäglichen Miteinander erleben wir uns meist als getrennte Wesen: Hier bin ich. Dort bist du. Dazwischen liegt die Welt. Doch in einer tiefen Erfahrung von Berührung kann diese Trennung durchlässig werden. Der Körper wird weit.Die Haut ist nicht mehr nur eine Grenze, sondern ein empfindsamer Übergang zwischen innen und außen. Der Atem öffnet uns in den Raum. Eine Bewegung fließt durch den Gebenden zum Empfangenden und wieder zurück, bis wir manchmal nicht mehr sagen können, wo sie begonnen hat und wem sie gehört.
Wir berühren den Raum – und der Raum berührt uns.
Vielleicht liegt darin eine der tiefsten Erfahrungen der Kaschmir-Massage: wir werden nicht grenzenlos, indem wir etwas erobern oder überschreiten, wir werden grenzenlos, indem wir AUFHÕREN, UNS SELBST EINZUENGEN!
Dann kann eine Berührung ruhig oder kraftvoll sein, zärtlich oder wild, spielerisch oder tief. Es können Lachen, Tränen, Lust oder vollkommene Stille entstehen – oder etwas, für das wir überhaupt keinen Namen haben.
Nichts davon muss geschehen. Aber alles darf möglich bleiben.
Das ist tantrische FREIHEIT:
Nicht bereits zu wissen, nicht im Voraus festzulegen, nicht die unendlichen Möglichkeiten des Augenblicks durch Dogmen zu beschneiden…
Bewusstheit bleibt dabei unsere Grundlage. Sie macht uns empfänglich für das Gegenüber und für das, was tatsächlich zwischen uns entsteht. Sie setzt der Erfahrung keine Grenze, sie öffnet sie.
Je größer die Bewusstheit, desto weiter kann der Raum werden.
Und manchmal gibt es einen Moment, in dem sogar die Vorstellung von Gebendem und Empfangendem ihre Bedeutung verliert.
Da ist nicht mehr ich hier und du dort…
Da ist Atem, Berührung, Bewegung, Raum.
Furchtlos und absichtslos.
Furchtlos genug, um uns vollkommen auf die Erfahrung einzulassen.
Absichtslos genug, um nicht bestimmen zu wollen, wohin sie führen muss…
Und vielleicht führt sie uns für einen Augenblick dorthin, wo wir nicht länger versuchen müssen, unsere Grenzen zu überwinden, weil wir erkennen, dass der Raum, in den wir uns hineinöffnen, niemals eine Grenze hatte
Wenn Dich meinText berührt hat und du mehr davon magst, lade ich dich herzlich in meine tantrische Community auf Telegram ein ❤️