
Wurdest du als Kind oder Jugendlicher beschämt, bloßgestellt oder hart bestraft ?
So sehr, dass dein Körper noch heute weiß, wie sich Scham, Angst und Ohnmacht anfühlt?
Vielleicht zu Hause, von den Eltern oder älteren Geschwistern.
Vielleicht auch in der Schule.
Durch Autoritätspersonen.
Durch Mitschüler.
Durch Situationen, in denen du zu klein warst, um dich zu wehren und in denen du gelernt hast, dass sich zu schützen wichtiger ist, als zu fühlen.

DER SOLARPLEXUS – DAS TOR ZU SELBSTWERT, POTENZ UND ZU ERFÜLLTEN BEZIEHUNGEN IN AUGENHÖHE
In unserem Körper gibt es einen zentralen Ort: den SOLARPLEXUS.
Ein komplexes Nervengeflecht, dass die hermetischen Traditionen des alten Ägyptens als die Sonnenachse des Körpers bezeichneten.
Hier entscheidet dein System unbewusst:
Darf ich sichtbar sein — oder muss ich mich schützen?
Darf ich mich öffnen — oder muss ich mich verteidigen?
Wenn ein Mensch früh gelernt hat, dass Sichtbarkeit gefährlich ist, weil sie mit Bloßstellung und Schmerz einhergehen kann,
spannt sich dieses Zentrum reflexartig an und der Mensch befindet sich in einem Zustand ständiger Wachsamkeit, in Erwartung einer Gefahr, die längst vorüber ist, deren Echo aber noch nachhallt.
Der Bauch wird fest.
Die Atmung flach.
Ein angepasstes, soziales Gesicht entsteht.
Eine Schutzmaske.
Viele Männer merken das später in Beziehungen:
Nähe wird gewünscht —
aber sobald sie tiefer wird,
zieht sich etwas in ihrem Inneren zurück.
Mann wird sachlich.
Mann wird kontrolliert.
Mann wechselt in Funktion.
Mann distanziert sich — statt sich berühren zu lassen.
Nicht weil die Liebe fehlt —
sondern weil das Nervensystem noch ein Schutzschutzschild trägt, obwohl die Gefahr längst Vergangenheit ist.
Ein Blick.
Ein intimer Moment.
Ein emotionales Gesehen-Werden —
und das Schutzsystem springt an.
Nicht weil heute etwas falsch ist.
Sondern weil früher etwas zu viel, zu schmerzhaft war

In unseren Seminaren geht es nicht darum, jemanden zu analysieren oder zu korrigieren.
Sondern dem Körper neue Erfahrungen zu ermöglichen:
gesehen zu werden – ohne Risiko
nah zu sein — ohne sich schützen zu müssen
sich zu öffnen – ohne verletzt zu werden
und dass Präsenz ohne Widerstand, ohne Verteidigung in Wahrheit der ursprüngliche Zustand der Sicherheit und Freiheit ist.
Durch heilige Gesten, durch alchemistische Atmung, durch bewusste, würdige Begegnungen öffnet sich wieder der Solarplexus und die innere Sonne geht auf, wird Schutz nicht mehr Mauer — sondern innere Würde und Wertschätzung.
Und Beziehung wird wieder das, was sie sein kann:
ein sicherer Raum für tiefe Begegnung, nährende Nähe und erfüllende Entfaltung.